Studium Rechtsfachwirt ohne praktische Erfahrung in ZVRecht

Veranstaltungen, Ablauf, benötigte Literatur, Sudienunterlagen, etc. nur bezogen auf das NotFaWi Studium

Moderator: Mods

Antworten
annejele@gmail.com
Schreiber/in
Beiträge: 4
Registriert: Fr 6. Sep 2013, 15:36
Wohnort: 65719 Hofheim am Taunus

Studium Rechtsfachwirt ohne praktische Erfahrung in ZVRecht

Beitrag von annejele@gmail.com » So 15. Sep 2013, 15:09

Hallo zusammen,

ich bin ReNo und habe mich zum ReFaWi Studium an der Beuth Hochschule angemeldet. Ich habe bis zur Geburt meines Sohnes eigentlich nur im Notariat gearbeitet (aber berufsbegleitend auch einige Semester Jura studiert, so dass Subsumtion mir geläufig ist). Für die ReFaWi habe ich mich entschieden, weil ich Prozess- und VerfahrensR spannend finde.

Nachdem ich die Skripten nun gesehen habe frage ich mich, ob es für mich machbar ist, mich ohne praktische Erfahrung im VollstreckungsR auf die ReFaWi erfolgreich vorzubereiten oder ob das nicht mindestens mit einem unüberschaubaren Zeitaufwand verbunden sein wird.

Hat jemand mit einem solchen "fachfremden" Fachwirt Erfahrung?

annejele

Annie85
Forumsfachkraft
Beiträge: 49
Registriert: Sa 6. Apr 2013, 10:22
Wohnort: Saarland

Beitrag von Annie85 » Mo 16. Sep 2013, 10:07

Hallo Annejele, also ich arbeite in einer Rechtsabteilung daher habe ich im Fach Kostenrecht einige Lücken und kein so großes Wissen wie meine Mitstudierenden. Allerdings habe ich hier während des Studiums Extrazeit investiert und versucht aufzuarbeiten, was mir noch fehlt. Belohnt wurde ich dann mit einer guten Note in der EA Kostenrecht.

Also es ist zu schaffen allerdings erfordert es schon einen gewissen "Extraaufwand" :-)

LG

Benutzeravatar
Marge
Schlaumeier
Beiträge: 694
Registriert: Fr 25. Mär 2005, 13:31
Wohnort: Rhl.-Pf.

Beitrag von Marge » Mo 16. Sep 2013, 10:30

Hallo,

ich habe den Refawi 2007 abgeschlossen und hatte keine (und habe bis heute nicht viel) praktische Erfahrung in der ZV, da ich hier im Büro andere Aufgaben habe.

Es ist also durchaus machbar und auch nicht mit sooo sehr viel Extraaufwand verbunden. Ich hatte mir für die ZV noch das Buch "Zwangsvollstreckungsrecht" von Lackmann gekauft und dieses zusätzlich durchgearbeitet und damit bin ich ganz gut klargekommen.

Wie auch bei Annie hatte ich mich auf die ZV-EA besonders intensiv vorbereitet und diese dann auch mit meiner besten Note abgeschlossen.

Grüße
Marge

b_schubbi
Oberfachdödel
Beiträge: 193
Registriert: Mo 14. Nov 2011, 15:32
Wohnort: Falkensee b. Berlin

Beitrag von b_schubbi » Mo 16. Sep 2013, 14:44

Ich hatte auch keine praktische Erfahrung in ZV und Kosten. Weil ich seit der Ausbildung nie wieder in einer Kanzlei nach RVG abgerechnet hab und es für ZV eine eigene Abteilung gab und ich in den letzten 8 Jahren auch fast nur noch Notariat mache. Da die Kanzlei in der ich arbeite quasi ausschließlich Arbeitsrecht macht und es da ja keine Kostenerstattung in der I. Instanz gibt, habe ich nur hin und wieder mal einen KFA (ca. alle 1-2 Monate).

Trotzdem ist natürlich von der Ausbildung (wenn auch schon lange her) einiges hängen geblieben und den Rest lernst Du in den Kurseinheiten. Und je intensiver man sich mit der Materie für die EA auseinander setzt, bleibt auch ausreichend hängen. In der Theorie kann ich das also inzwischen ganz gut. Aber gib mir mal ein Formular für ZV, dann müsste ich auch erst mal gucken... Es ist auf jeden Fall machbar, auch wenn man keine praktische Erfahrung hat. RVG/ZV effizient waren auf jeden Fall die beiden hilfreichsten Bücher im Studium; neben BGB und ZPO Kommentaren natürlich, ohne die man so oder so nicht klar kommt, ob man nun viel oder wenig Erfahrung hat.

annejele@gmail.com
Schreiber/in
Beiträge: 4
Registriert: Fr 6. Sep 2013, 15:36
Wohnort: 65719 Hofheim am Taunus

Studium Rechtsfachwirt ohne praktische Erfahrung in ZVRecht

Beitrag von annejele@gmail.com » Mo 16. Sep 2013, 21:14

Liebe Annie85,
liebe Marge,
liebe b schubbi,

vielen lieben Dank für Eure ermutigenden Antworten/Erfahrungsberichte. Ihr habt mir sehr geholfen!! Ich werde mich also trauen und es bei der Anmeldung für das Rechtsfachwirtstudium belassen - eigentlich reizt mich das auch viel mehr, da die Materie so viel Neues enthält und mir Prozeß- und Verfahrensrecht Spaß machen.

Alles Gute Euch - was immer Ihr auch vor habt. Ich lasse bestimmt bald wieder von mir hören....

LG
annejele

Anne
Oberfachdödel
Beiträge: 172
Registriert: Mi 13. Feb 2008, 22:33

Beitrag von Anne » Do 19. Sep 2013, 11:22

Ähnliche Fragen beschäftigen mich auch schon länger.
Sind denn auch die Klausuren und die Prüfung machbar?
Ich habe auch seit meiner Ausbildung (noch zu BRAGO-Zeiten) keine Akte mehr abgerechnet und auch nur während der Ausbildung und ca 1 bis 2 Jahre später noch etwas ZV gemacht.
Ich habe gehört, dass die Prüfungen sehr schwer sein sollen.

b_schubbi
Oberfachdödel
Beiträge: 193
Registriert: Mo 14. Nov 2011, 15:32
Wohnort: Falkensee b. Berlin

Beitrag von b_schubbi » Do 19. Sep 2013, 11:31

Wenn die Prüfungen nicht "machbar" wären, gäbe es inzwischen nicht so viele Rechtsfachwirte. :-) Ich habe zwar mein Prüfungsergebnis noch nicht, aber vom Gefühl her fand ich die Prüfungen in diesem Jahr jedenfalls absolut machbar. Ob sich das "machbar" für mich bewahrheitet, kann ich aber schlecht einschätzen... :?(

Es soll zwar so sein, dass die Prüfungen in Berlin schwieriger sein sollen, als vor anderen Kammern, aber ich persönlich hätte mich nie im Leben getraut, zu einer Prüfung in einem anderen Bundesland anzutreten, denn bei der Beuth wird man beispielsweise auf die Berliner Prüfungen gedrillt. In anderen Bundesländern werden teilweise ganz andere Schwerpunkte gesetzt. Hab z.B. gehört, dass Bayern ziemlich steuerlastig sei.

Wareir
Forumsfachkraft
Beiträge: 22
Registriert: Do 26. Jul 2018, 11:42

Re: Studium Rechtsfachwirt ohne praktische Erfahrung in ZVRecht

Beitrag von Wareir » Mo 1. Okt 2018, 14:18

, was mir noch fehlt. Belohnt wurde ich dann mit einer guten Note in der EA Kostenrecht.

Antworten

Zurück zu „Das NotFaWi Studium“