Pfüb Zwangsversteigerungserlös

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lino
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Pfüb Zwangsversteigerungserlös

Beitrag von lino » Mi 7. Aug 2013, 13:19

Folgendes Problem: Wir haben einen schuldner, der eine Forderung gegenüber einem Miteigentümer eines Grundstücks hat. Auf dessen Miteigentumsanteil hat er sich in ABt. III eine Höchstbetragssicherungshypothek eintragen lassen. Unser Schuldner betreibt die Teilungsversteigerung.

Ich möchte jetzt gerne dessen Anspruch pfänden, damit unser Mandant etwas vom Kuchen abgekommt. Ich weiß nur nicht, wie ich den Anspruch im Pfüb formuliere und wer mein Drittschuldner ist (beide Eigentümer sicherheitshalber?).

Kann mir da jemand helfen?

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lino
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Beitrag von lino » Do 8. Aug 2013, 10:18

Hat hier niemand eine Idee? Kann ich diesen Anspruch erst nach Erteilung des Zuschlags pfänden?

Ich verzweifele ...

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Bolleff
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Beitrag von Bolleff » Do 8. Aug 2013, 10:50

Doch, eine Idee habe ich schon, aber noch keine Zeit gefunden, Dir da konkret ein Muster an die Hand zu geben. Ick meld mir noch. Aber vielleicht ist ein anderer schneller?!
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lino
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Beitrag von lino » Do 8. Aug 2013, 15:25

Ich habe mir jetzt erstmal überlegt, die Hypothek nebst Forderung (wobei ich nicht genau weiß, was dahintersteht) pfänden und ins Grundbuch eintragen lassen.

Aber die Gläubigerin hat mir gerade Zeit bis nächste Woche gegeben ... :D

Judith
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Beitrag von Judith » Sa 10. Aug 2013, 15:08

Pfändung der Hypothek und der Forderung klingt schonmal sehr gut. Wenn diese Pfändung erfolgt ist, könntest du in einem zweiten Schritt noch die Rückgewähransprüche gegenüber vorrangigen Gläubigern des Schuldners deines Schuldners pfänden (sofern vorrangige Gläubiger da sind).

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lino
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Beitrag von lino » Sa 10. Aug 2013, 19:37

Und was ist, wenn ich die Hypothek mit Forderung pfände, mit der Teilungsversteigerung. Muss ich sie dann weiter betreiben? Oder läuft das Verfahren durch unseren Schuldner dann weiter? Das war die Sorge meines Chefs.

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Bine
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Beitrag von Bine » Sa 10. Aug 2013, 22:32

ist denn eure Fordeurng größer als die des Schuldners?

Ich check ja noch nicht mal den Sachverhalt :suspect: :shock: v

ich hätte erstmal die Forderung des Schuldners gepfübst und dann den Pfüb (mit ZUstellungsvermerk usw.) ins Grundbuch eintragen lassen. Dann die Versteigerung abgewartet und den Betrag hinterlegen lassen. Im Verteilungsverfahren dann dein Geld abholen.

Bei der "einfachen" Forderungspfändung haste nur den anderen Miteigentümer als DS. Wenn du aber den Auseinandersetzungsanspruch der MIteiegentümergemeinschaft mitpfänden willst, sind beide einzutragen.
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Beitrag von lino » So 11. Aug 2013, 21:57

Jetzt bin ich ganz überfordert, Bine ;-) Ich kann um die Uhrzeit aber auch nicht mehr klar denken ...

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Beitrag von Bine » Mo 12. Aug 2013, 10:57

ich bin auch noch etwas unschlüssig, aber:

Die Höchstbetragshypothek ist nicht wie eine "normale" Hypo zu pfänden, weil kein Hypothekenbrief erteilt werden kann. (damit bewegst du dich in 830 I S 3 ZPO und 837 I S 2 ZPO)

Die Höchstbetragshypo kannste auch nur zusammen mit der Forderung pfänden.

Pfändest du aber nur die Forderung (Achtung über 837 III an Zahlung statt), trennst du Hypo und Forderung und erhälst eine Eigentümergrundschuld.

SO und jetzt dürfen die NotfaWis mich korregieren :D
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Beitrag von lino » Mo 12. Aug 2013, 22:01

Bine hat geschrieben: Pfändest du aber nur die Forderung (Achtung über 837 III an Zahlung statt), trennst du Hypo und Forderung und erhälst eine Eigentümergrundschuld.
Rischtisch, hatte ich auch schon rausgefunden. Deswegen wollte ich ja die Hypothek pfänden. Aber meine Sorge ist, dass ich dann damit alle Rechte pfände und ich die teilungsversteigerung weiter betreiben muss. Das will ich aber nicht, das soll mal schön unser Schuldner machen.

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Beitrag von Bine » Di 13. Aug 2013, 09:38

lino hat geschrieben: Deswegen wollte ich ja die Hypothek pfänden. Aber meine Sorge ist, dass ich dann damit alle Rechte pfände und ich die teilungsversteigerung weiter betreiben muss. Das will ich aber nicht, das soll mal schön unser Schuldner machen.
wie hoch ist denn sein "Eigeninteresse" noch, wenn er die Teilungsversteiergung ohne die Höchsthypo weiterbetreibt? Also sein Miteigentumsanteil ist frei?

evtl. hilft dir das Muster:
wird die angebliche Forderung des Schuldners
gegen      (Name und Adresse des persönlichen Schuldners der gepfändeten Forderung)      (Drittschuldner)
aus dem     -Vertrag      vom      auf Zahlung von     Euro nebst      Zinsen seit dem      zusammen mit der angeblich zur Sicherung dieser Forderung im Grundbuch des Amtsgerichts      Gem.      Band      Blatt      in Abt.III unter lfd.Nr.      auf dem Grundstück      Fl.Nr.      des      (Grundstückseigentümers)      eingetragenen Höchstbetragshypothek
gepfändet.
Dem Drittschuldner wird verboten, an den Schuldner zu zahlen.
Dem Schuldner wird geboten, sich jeder Verfügung über die Forderung und die Hypothek, insbesondere ihrer Einziehung, zu enthalten.
Zugleich wird die gepfändete Forderung samt Höchstbetragshypothek dem Gläubiger zur Einziehung überwiesen.
Pfändung und Überweisung werden wirksam mit Eintragung der Pfändung im Grundbuch.
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Beitrag von lino » Di 13. Aug 2013, 22:54

hihi, das Muster habe ich auch.

Der Schuldner hat eine Forderung von 60.000,00 € und wir würden wegen 10.000,00 pfänden.

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Beitrag von Bine » Mi 14. Aug 2013, 08:35

dann würd ich lieber die Forderung alleine pfänden. Ne Eigentümergrundschuld in der Höhe ist doch hübsch und der "Schuldner" hat noch 50.000 Gründe die Teilungsversteigerung am Laufen zu halten. Im Verteilungsverfahren werdet ihr doch dann eh bedacht
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Beitrag von lino » Mi 14. Aug 2013, 21:37

Aber wieso ist die Eigentümergrundschuld gut für uns? Dann komme ich doch da gar nicht mehr ran. Ich habe ja nichts mit den Eigentümern zu tun und wir ja auch keine Forderung gegen die.

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Beitrag von Bine » Do 15. Aug 2013, 11:30

na, den Miteigentumsanteil des Schuldners pfübste doch mit
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