Widerruf verbundene Verträge

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Jani
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Widerruf verbundene Verträge

Beitrag von Jani » So 5. Mai 2013, 11:24

Guten Morgen,
ich habe mal ein Problem.

Es wurde ein Kaufvertrag für eine couch abgeschlossen, ein Teil angezahlt, der andere wird über Ratenvertrag finanziert.

Wie sieht es jetzt mit dem Widerruf aus? (Problem: couch war woanders nur halb so teuer :( )
Ich habe § 358 III BGb gefunden. Kann mit dieser Begründung widerrufen werden?

BGB ist schon so lange her, kann mir jemand schnell helfen?

Im Kaufvertrag ist übrigens nur ein Rücktrittsrecht von zwei Wochen für den Verkäufer vorgesehen. Der Käufer hat keines.
Der Ratenvertrag kann widerrufen werden.

Danke1

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heidi
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Beitrag von heidi » So 5. Mai 2013, 12:40

Das Widerrufsrecht gilt doch nicht für alle Verträge, meiner Erinnerung nach nur für Haustür-, Telefon- oder Internetverträge. Erstmal muss also geprüft werden, ob dem Käufer ein gesetzliches Rücktritt zusteht (§355 BGB). Vertrag ist nun einmal schuldrecht, also wird man da wohl am - nicht bestehenden - Rücktrittsrecht des Käufers nicht mehr ändern können.
Liebe Grüße aus Berlin-Spandau (und manchmal noch aus Schleswig-Hostein)


Heidi
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Bolleff
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Beitrag von Bolleff » Di 7. Mai 2013, 08:19

Ansonsten käme noch die Anfechtung (§§ 119, 120 BGB) ggf. in Betracht, wobei diese ja an Bedingungen geknüpft ist, die sich aus dem hiesigen Sachverhalt jedenfalls bisher nicht weiter ergeben.

Vielleicht hilft es ja, wenn Du den Sachverhalt ein wenig detaillierter darstellst. Denn ansonsten gilt: Pacta sunt servanda. :D
»Die meisten Probleme entstehen bei ihrer Lösung.«
(Leonardo da Vinci)

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